Bundesweiter Vorlesetag am 18.11.2022

Bundesweiter Vorlesetag am 18.11.2022

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, die seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November mittlerweile Millionen von ZuhörerInnen begeistert.

Die Initiatoren möchten mit diesem Aktionstag ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und die Freude am (Vor-) Lesen wecken. Ziel ist es, langfristig die Lesekompetenz zu fördern und damit Bildungschancen zu eröffnen.

Auch die Grundschule Nittel nahm wieder am Bundesweiten Vorlesetag teil. So wurden den Kindern der Klassenstufe 1-4 jeweils ein altersentsprechendes Bilderbuch nach vorangegangener Antizipation präsentiert.

Unterstützt wurde die Aktion vom Jugendnetzwerk Konz mit kostenfreien Büchern für jede Klasse.

In der Klassenstufe 1 wurde das Buch „Trau dich Koala Bär“ von Rachel Bright, Jim Field vorgelesen. Im Anschluss überlegten sich die Kinder, warum es sich trotz Ängsten und Unsicherheiten lohnt, alte Gewohnheiten loszulassen und etwas Neues zu entdecken.

In der Klassenstufe 2 konnten sich die Kinder aktiv während des Vorlesens des Bilderbuches „Steck“ von Oliver Jeffers beteiligen. Sie durften Floyd, dem kleinen Jungen aus der Geschichte helfen. Sein Drachen steckt in einer Baumkrone fest. Um ihn wieder herunterzukriegen wirft er alles Mögliche und Unmögliche in Richtung Krone. Erst einen Schuh, dann den anderen. Und schließlich alles, was er finden kann. Hierbei unterstützen ihn die Zweitklässler tatkräftig.

In der Klassenstufe 3 wurde den Kindern „Die große Wörterfabrik“ von Agnes de Lestrade, Valerie Docampo vorgelesen. Diese Geschichte handelt von einem kleinen Jungen, der in einem Land lebt, in dem man Wörter erst kaufen und schlucken muss, bevor man sie aussprechen kann. Leider sind die wichtigen Wörter sehr teuer. Paul bräuchte dringend Wörter um seiner Angebeteten sein Herz zu öffnen, aber das was er sagen würde, würde ihn ein Vermögen kosten.

Zum Einstieg betrachteten die Kinder das Titelbild und stellten Vermutungen zum Inhalt der Geschichte an. Danach überlegten sie gemeinsam, welche Wörter sie kaufen würden und warum sie für sie wertvoll wären.

In der Klassenstufe 4 wurde das Buch „böse“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer vorgelesen. Nachdem die Kinder nach der Präsentation der Titelseite ihre Vermutungen äußerten, wurde ihnen der Text, in dem Tiere von ihren Streichen erzählen, vorgetragen.

Als die Geschichte beendet war, diskutierten wir, ob es nun „böse“ ist, wenn man im Garten Kräuter abkaut oder nur ein frecher Streich?

Ganz sicher „böse“ ist es, wenn das große Pferd mit dem Huf auf die kleine Maus schlägt! Aber halt, nicht so schnell. Es stellte sich heraus, dass das Pferd gar nichts Böses getan hat. Im Gegenteil, es hat die kleine Maus in seinem hohlen Huf vor der Katze versteckt und auf diese Weise gerettet.

So lernten die Kinder, dass „böse“ also nicht immer „böse“ und „lieb“ wohl nicht immer „lieb“ ist. Vor allem aber nahmen die Kinder mit, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht.

 

Anja Lippert (Grundschule Nittel)